Zucht von Bücherskorpionen im Winter

Bücherskorpione sorgen in einem Bienenstock für ein gesundes Bienenvolk. Als natürlicher Symbiont der Honigbienen und als natürlicher Feind der Varroamilben, sind sie willkommene Mitbewohner im Bienenstock. Für die Zucht von Bücherskorpionen wird ein großes Behältnis benötigt, das kleintierdicht verschlossen werden kann. Auf dem Boden des Behälters wird eine Schicht Kleinstreu und ein paar raue, trockene Holzbretter oder Rindenschalen gelegt. Die gesammelten oder gekauften Bücherskorpione werden dann großflächig auf die Rindenschalen und Bretter verteilt. Das Kleinstreu zur Fütterung der Zuchttiere muss unbedingt dort gesammelt werden, wo die Bücherskorpione gefunden wurden. Ansonsten werden die Bücherskorpione gefährdet, weil fremde Tierarten in das Zuchtgefäß eingebracht werden können, welche für die Bücherskorpione und deren Nymphen tödlich enden kann.

Bücherskorpione bevorzugen trockene Regionen im Umfeld von Tieren mit einer Parasitenplage. Die Bücherskorpione können von Holzläusen, Milben oder auch von Fruchtfliegen ernährt werden. Die Nymphen fressen eher kleinere Beutetiere wie Springschwänze. In Tierfutterhandlungen können Kleintiere zur Fütterung bestellt werden, sodass auch im Winter, wenn sich im Streu keine Beutetiere mehr finden lassen, die Bücherskorpione ernährt werden können. In einem Zuchtbehälter sollten maximal 30 Bücherskorpionegehalten werden. Etwa alle 14 Tage muss neues Kleinstreu, mit den darin befindlichen Kleinstlebewesen, eingestreut werden. Wenn sich die fruchtbaren weiblichen Bücherskorpione unter dem Holz in ihre Brutnestereingesponnen haben, werden sie aus dem Zuchtbehälter entnommen. Die Hölzer mit den Nestern werden in ein neues Zuchtgefäß mit Kleinstreu gelegt. Die restlichen Bücherskorpione kommen in das ursprüngliche Zuchtgefäß samt neuem Holz zurück. Die Brutzeit kann bis zu vier Wochen andauern und ein Weibchen kann etwa 5-6 Mal pro Jahr brüten. Während der Brutzeit nehmen die Tiere keine Nahrung auf. Das Weibchen öffnet nach spätestens vier Wochen die Nester und entlässt ihre etwa 20-40 Sprösslinge. Daraufhin werden die Muttertiere wieder aus dem neuen Zuchtgefäß entnommen, indem einige Tage in Folge die Hölzer abgesucht werden und die Tiere zurück in das Ursprungsgefäß gefegt werden. Dieses Verfahren wird so lange wiederholt, bis sich keine adulten Bücherskorpione mehr unter den Hölzern des zweiten Zuchtgefäßes finden lassen. (Achtung! Vorsicht beim Zurücklegen der Hölzer! Die Protonymphen sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen und können leicht zerdrückt werden.) Die neue Generation der gezüchteten Bücherskorpione muss so wie im Ursprungsgefäß gefüttert werden, bis sich die Nymphen zu adulten Nachkommen entwickeln.

Bücherskorpione züchten für ein gesundes Ökosystem im Bienenstock lohnt sich.

Mehr Infos unter; https://bücherskorpion-biene.de

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