Honigbienen wieder überlebensfähig machen

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Wer denkt, dass es nicht möglich wäre, Bienen artgerecht, naturnah, behandlungsfrei und zuckerfrei zu halten, liegt falsch. Bienenhaltung ist auch ohne moderne Magazinbeuten mit vorgefertigten Rahmen, ohne Einsatz von Chemikalien und ohne Zuckerbehandlung machbar. Eben diese Verfahren bei der Haltung von Bienen haben dazu geführt, dass Honigbienen ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren haben und in der Natur kaum noch überlebensfähig sind. Eine besonders wirksame Methode im Kampf gegen die Varroamilbe ist der Einsatz von Bücherskorpionen. Die Pseudoskorpionen zählen zu den natürlichen Symbionten von Bienen. Heutzutage sind Bücherskorpione kaum noch in Bienenvölkern vertreten, da sie durch die regelmäßigen Säureanwendungen im Bien beseitigt wurden. Damit Bienen statt sanftmütig wieder wehrhaft und damit überlebensfähig werden können, müssen Honigbienen wieder in natürlichen Habitaten gehalten werden. Baumhöhlen zählen unter anderem zu den natürlichen Lebensräumen der Tiere. Mittlerweile sind sogenannte Bienenbäume erhältlich, die eine Baumhöhle imitieren. Dazu zählt z.B. der SchifferTree von Torben Schiffer. In dieser Behausung aus massivem Holz können sowohl Bienen artgerecht und naturgetreu leben als auch Bücherskorpione sich wohlfühlen. Dadurch können Bienen u.a. frei entscheiden, wie sie ihre Waben anlegen. Durch Naturwaben kann sich auch die Bienenkönigin frei im gesamten Stock bewegen und das Bienenvolk entscheidet selbst, wie groß der Brut- und Honigraum über das Jahr angelegt wird. Außerdem können im SchifferTree kleinere Bienenvölker leben. Dadurch haben Bienen mehr Zeit für die gegenseitige Pflege (Grooming) und können sich häufiger gegenseitig von Varroamilben befreien.

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