Forschungsstand zu Bücherskorpionen

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Bei Laborversuchen des Biologielehrers Torben Schiffer haben erwachsene Bücherskorpione bis zu neun Varroamilben am Tag verzehrt. Mit einer großen Anzahl an Bücherskorpionen in einem Bienenstock kann die Anzahl an Varroamilben stark verkleinert werden, sodass sie keine Gefahr mehr für die Bienen darstellen. Die Studie „Ingestion of Varroa destructor by pseudoscorpions in honey bee hives confirmed by PVR analysis“ von Ron F van Toor et al. zeigt, dass Bücherskorpione ein großes Potenzial für die Bekämpfung der Varroamilben aufweist. Bei der Studie wurde herausgestellt, dass Bücherskorpione, die in einem Varroa befallenen Bienenstock eingeschlossen waren, die DNA der vertilgten Varroamilben enthält. Durch die Studie wird klar, dass auch ohne eine visuelle Beobachtung des Fressverhaltens, das Verspeisen von Varroamilben festgestellt werden kann.
Laut dem Invasive Species Compendium (ISC) gibt es zahlreiche Aufnahmen, von Bücherskorpionen, die Varroamilben in einem Bienenstock verzehren und sich Bienen ohne Scheu nähern und sie abtasten. Dabei lässt die Biene die Bücherskorpione in Ruhe. Die Furchtlosigkeit der Pseudoskorpione zeigt, dass es sich lohnt, diese Tiere zu sammeln, zu züchten oder zu kaufen.

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