Der Bücherskorpion wird in der wesensgemäßen und artgerechten Imkerei zunehmend als natürlicher Gegenspieler der Varroamilbe betrachtet. Das kleine Spinnentier lebt ursprünglich in Baumhöhlen und anderen trockenen Nischen und kommt auch in natürlichen Bienenbehausungen vor.
Wenn Bienenvölker gesund aus dem Winter kommen, können bereits im März Bücherskorpione in den Bienenstock eingesetzt werden. Zu dieser Zeit sind die Temperaturen noch relativ niedrig und die Aktivität im Volk ist begrenzt. Die Bücherskorpione verhalten sich zunächst ruhig. Sie nehmen den Geruch des Stocks an und bleiben meist verborgen, während sie auf wärmere Tage warten. Erst wenn sich mit steigenden Temperaturen auch die Parasiten stärker bewegen, beginnen die kleinen Jäger aktiv zu werden.
Eine möglichst frühe Einbringung der Bücherskorpione kann dabei helfen, eine stabile Kontrolle der Varroamilbe über das gesamte Jahr hinweg aufzubauen. Der Vorteil liegt darin, dass sich die Tiere bereits im Volk etabliert haben, bevor sich die Parasitenpopulation stärker entwickelt.
Damit dies gut funktioniert, sollte der Imker seine Vorbereitungen möglichst bis Ende März abgeschlossen haben. Für Imker, die wesensgemäß oder artgerecht arbeiten, gehört dazu auch die Bereitstellung geeigneter Habitate im Bienenstock. Dazu zählen spezielle Rückzugsräume für die Bücherskorpione sowie sogenannte Bücherskorpion-Klimadeckel, die ein günstiges Mikroklima im Stock unterstützen können.
Ab Mai empfiehlt es sich, regelmäßig den Varroabefall zu kontrollieren. Eine wöchentliche Varroakontrolle zeigt, ob der natürliche Totenfall der Milben gering bleibt und ob die Entwicklung im Volk stabil verläuft. Diese Beobachtung ist ein wichtiger Bestandteil der imkerlichen Praxis, unabhängig davon, ob mit Bücherskorpionen gearbeitet wird oder nicht.
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